CELPIP Writing — Task 1

CELPIP Writing Task 1 Vorlage: Die Lückentext-E-Mail für CLB 9+

CELPIP Writing Task 1 ist eine E-Mail mit etwa 150–200 Wörtern in 27 Minuten. Hier bekommst du eine Lückentext-Vorlage für jede Aufgabe, die Tonregeln für formelle und freundliche E-Mails, einen Zeitplan, die Fallen, die Punkte kosten, und drei kommentierte Beispiel-E-Mails.

FlexiLingo Team
29. April 2026
19 Min. Lesezeit
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1CELPIP Writing Task 1 kurz erklärt: die Aufgabe, die Bewertung, die Vorlage

CELPIP Writing Task 1 ist eine E-Mail. Du liest eine kurze Alltagssituation und hast dann 27 Minuten, um etwa 150–200 Wörter an die genannte Person zu schreiben — eine Vorgesetzte, einen Nachbarn, eine Firma, einen Freund. Die Aufgabe nennt meist drei Dinge, die deine E-Mail leisten muss. Behandle alle drei, jedes mit einem konkreten Detail, in einem Ton, der zum Empfänger passt, und nimm die Vorlage unten als Gerüst.

Zeit: 27 Minuten für Lesen, Planen, Schreiben und Prüfen.
Länge: etwa 150–200 Wörter. Ein Wortzähler wird beim Tippen auf dem Bildschirm angezeigt.
Aufgabe: eine Situation und meist drei Punkte, die deine E-Mail abdecken muss.
Ton: formell, halbformell oder freundlich — je nachdem, wem du schreibst.

Dear [Mr./Ms. Last name / Sir or Madam], I am writing to [your purpose: complain about / ask for / apologise for] [the situation]. [One sentence of background: what happened, when and where.] [Point 1 from the prompt]. [One specific detail: a date, a name, a number.] In addition, [point 2 from the prompt]. [One specific detail.] Finally, [point 3, usually your request or suggestion]. [Why it matters or what it would solve.] I would appreciate it if you could [the next step you want] by [day or date]. Sincerely, [Your full name]

Das ist die formelle Version. Du schreibst einem Freund? Beginne mit „Hi [first name],“, nutze Kurzformen und schließe mit „Talk soon,“ — Abschnitt 3 zeigt die freundliche Version und erklärt jeden Block.

Ihre E-Mail wird in vier Dimensionen bewertet: Content/Coherence, Vocabulary, Readability (Aufbau, Absätze, Kohäsion) und Task Fulfillment (Sind alle Punkte der Aufgabe behandelt und stimmt der Ton?). Mehrere geschulte Bewerter beurteilen jede Antwort in diesen Dimensionen, und Paragon leitet daraus Ihr Writing-Niveau ab. Die genaue Formel wird nicht veröffentlicht – schenken Sie allen vier dieselbe Aufmerksamkeit.

Das häufigste Missverständnis: Diese Aufgabe belohnt kein ausgefallenes Vokabular und keine langen Sätze. Sie belohnt eine klare, gut gegliederte E-Mail, die jeden Aufgabenpunkt adressiert und einen Ton trifft, der zur Beziehung zwischen Absender und Empfänger passt. Prüfungsteilnehmer, die „akademisch“ klingen wollen, schneiden meist schlechter ab als solche, die eine glaubwürdige, gut strukturierte E-Mail schreiben.

Was der Bewerter in 60 Sekunden sucht: klare Absätze, eine Einleitung, die den Zweck der E-Mail umreißt, ein Hauptteil, der jeden Aufgabenpunkt mit mindestens einem konkreten Detail behandelt, ein zum Einstieg passender Schluss, der richtige Ton und wenige Grammatikfehler. Muss ein Satz zweimal gelesen werden, gehen Punkte verloren.

Der kostenlose CELPIP-Probetest enthält Writing Task 1 mit dem offiziellen Timer. Mit einem kostenlosen Konto bekommst du für deine E-Mail ein von der KI geschätztes CLB-Band, aufgeschlüsselt nach den vier Bewertungskriterien.

2Das 27-Minuten-Zeitbudget — so aufteilen

Die meisten Prüfungsteilnehmer geraten in Zeitnot, weil sie mit dem Schreiben beginnen, bevor sie den Text vollständig gelesen haben. Verwende diese Aufteilung jedes Mal.

Minuten 0–3 — Aufgabe lesen und verstehen

Lies das Szenario zweimal. Beim zweiten Mal bestimmst du (a) den Empfänger und deine Beziehung zu ihm — Chef, Freund, Nachbar, Kundenservice; (b) den Ton, der sich aus dieser Beziehung ergibt; (c) jeden Punkt oder Teilauftrag, den du erfüllen musst. Viele Aufgaben verbergen drei Teilaufträge in einem Absatz. Übersiehst du einen, leidet Task Fulfillment, egal wie gut der Rest der E-Mail ist.

Minuten 3–6 — Die 3 Hauptpunkte planen

Schreibe auf dem Schmierzettel oben den Empfänger und den Ton auf. Liste dann 3 Stichpunkte — einen pro Hauptabsatz. Jeder Stichpunkt sollte einem Teilauftrag der Aufgabe entsprechen. Ergänze unter jedem Stichpunkt ein konkretes Detail (einen Namen, ein Datum, eine Zahl, ein Beispiel). Konkrete Angaben sind es, die CLB 9 von CLB 7 unterscheiden.

Minuten 6–22 — Die E-Mail schreiben

Sechzehn Minuten für etwa 180 Wörter sind komfortabel. Halte dich an die 8-Block-Vorlage (nächster Abschnitt). Während des Schreibens nicht editieren; einfach weiterschreiben. Fällt ein Wort nicht ein, schreibe ein Synonym oder lasse einen Platzhalter und mache weiter.

Minuten 22–27 — Gezielt Korrektur lesen

Fünf Minuten sind viel, wenn man weiß, worauf man achten muss. Führe die 60-Sekunden-Selbstprüfung (Abschnitt 15) zweimal durch. Schwerpunkte: Subjekt-Verb-Kongruenz, Artikel (a/an/the), Präpositionen, Tempuskonsistenz und ob der Schluss zum Einstieg passt.

Wenn du mit dem Schreiben bei Minute 18 fertig bist, beginne keinen vierten Absatz. Nutze die zusätzliche Zeit zum Korrekturlesen. Mehr Text führt meist zu mehr Fehlern.

3Die 8-Block-E-Mail-Vorlage (Satz für Satz)

Lerne dieses Grundgerüst auswendig. Es funktioniert für fast jede Task-1-Aufgabe und bringt dich ganz natürlich in den Bereich von 150–200 Wörtern.

Block 1 — Anrede (1 Zeile)

Formell: „Dear Mr. Davies,“ / „Dear Sir or Madam,“. Halbformell: „Hello Sarah,“. Freundlich: „Hi Mark,“. Passe es der in der Aufgabe angegebenen Beziehung an. Verwende nie „To whom it may concern“, wenn die Aufgabe den Empfänger namentlich nennt.

Block 2 — Einleitungssatz (1 Satz)

Nenne sofort den Zweck deiner E-Mail. „I am writing to...“ / „I hope this message finds you well — I'm writing because...“ / „I wanted to reach out about...“. Beginne nicht mit dem Wetter, Höflichkeiten oder persönlichen Informationen.

Block 3 — Kontextsatz (1 Satz)

Eine Zeile, die dem Leser den nötigen Hintergrund vermittelt. „Last Saturday, I bought a kettle from your store on King Street.“ Am Ende von Absatz 1 sollte der Bewerter die Situation verstehen.

Block 4 — Hauptpunkt 1 (2–3 Sätze)

Erster Teilauftrag der Aufgabe. Themensatz + ein konkretes Detail + eine Folge oder ein Beispiel. Knapp halten.

Block 5 — Hauptpunkt 2 (2–3 Sätze)

Zweiter Teilauftrag. Gleiche Struktur. Verwende einen Übergang wie „In addition,“ / „On top of that,“ / „Another thing is that“.

Block 6 — Hauptpunkt 3 (2–3 Sätze)

Dritter Teilauftrag. Überleite mit „Finally,“ / „Last,“ / „To make matters worse,“. Hier fordert die Aufgabe oft dazu auf, eine Bitte zu äußern, eine Lösung vorzuschlagen oder Erwartungen zu formulieren.

Block 7 — Schlussformel (1 Satz)

Teile dem Leser mit, was du als Nächstes erwartest. „I would appreciate a reply by Friday.“ / „Let me know what works for you.“ / „Please contact me at the number below.“ Der Schluss muss zum Zweck der Einleitung passen.

Block 8 — Abschlussformel (1 Zeile)

Formell: „Sincerely,“ / „Best regards,“. Halbformell: „Best,“ / „Kind regards,“. Freundlich: „Thanks,“ / „Talk soon,“. Dann dein Vorname (formell: vollständiger Name).

Gesamt: 8 Blöcke → 1 + 1 + 1 + 3 + 3 + 3 + 1 + 1 = etwa 13 Sätze, also ungefähr 150–180 Wörter. Du landest ohne Füllmaterial im geforderten Bereich.

Dasselbe Gerüst für einen Freund, eine Nachbarin oder einen Kollegen, den du gut kennst:

Hi [first name], I hope you're doing well! I'm writing because [your purpose]. [Point 1 from the prompt]. [One specific detail.] Also, [point 2 from the prompt]. [One specific detail.] Anyway, [point 3, usually what you'd like them to do]. Let me know [what you need from them] by [day]. Talk soon, [Your first name]

4Tonkalibrierung: formell, halbformell, freundlich

Ein falscher Ton ist der häufigste Fehler in Task 1. Lies die Aufgabe, erkenne die Beziehung und lege den Ton fest, bevor du auch nur ein Wort schreibst.

Formell — Vorgesetzte/r, Kundendienst, Vermieter/in, Lehrer/in, den/die du nicht persönlich kennst

Vollständige Anrede („Dear Mr. Davies,“), keine Kontraktionen („I am“, nicht „I'm“), längere Sätze, abgeschwächte Sprache („I would appreciate it if you could...“), keine Ausrufezeichen. Abschluss: „Sincerely,“ / „Best regards,“.

Halbformell — Kollege/in, Nachbar/in, Vereinskoordinator/in, Lehrperson, die du kennst

Anrede mit Vornamen („Hello Sarah,“), einige Kontraktionen sind in Ordnung, Mix aus kurzen und längeren Sätzen, höflich, aber wärmer („Could you let me know if...“), ein Ausrufezeichen erlaubt. Abschluss: „Best,“ / „Kind regards,“.

Freundlich — enge Freunde, Familienmitglieder, langjährige Mitbewohner/innen

„Hi Mark,“ / „Hey Sam,“. Kontraktionen überall, kürzere Sätze, idiomatische Sprache („by the way“, „out of nowhere“), Fragen und Ausrufe sind natürlich. Abschluss: „Thanks,“ / „Talk soon,“ / „Cheers,“.

Töne nicht vermischen. „Dear Mark, I'm so excited!! Please be advised that...“ wirkt inkohärent. Einen Stil wählen und von Anfang bis Ende dabei bleiben.

Schnelltest: Lies deinen Entwurf laut vor. Würde ein echter Freund das nicht so sagen, bist du für eine freundliche Aufgabe zu formell. Würdest du es in einem Meeting mit Fremden nicht sagen wollen, bist du für eine formelle Aufgabe zu lässig.

5Der Einleitungssatz — 5 Muster nach Aufgabentyp

Der Einleitungssatz legt den Zweck für den Bewerter fest. Verwende das Muster, das zum Aufgabentyp passt.

Muster 1 — Beschwerde

„I am writing to express my dissatisfaction with [Produkt/Dienstleistung] that I [bought/used/experienced] on [Datum].“ Varianten: „I would like to bring a serious issue to your attention regarding...“

Muster 2 — Anfrage

„I am writing to request [Sache], which I will need by [Datum] for [Grund].“ Varianten: „I would like to ask whether it might be possible to...“

Muster 3 — Entschuldigung / Erklärung

„I am writing to apologise for [Ereignis] and to explain what happened.“ Varianten: „I owe you an apology for...“

Muster 4 — Einladung

„I'd like to invite you to [Veranstaltung] on [Datum] at [Ort], and I hope you'll be able to join us.“ Varianten: „I'm putting together a small [Veranstaltung] and I'd love for you to come.“

Muster 5 — Anweisungen / Hinweise an eine Freundin oder einen Freund

„I'm sending you a quick note about [Thema] so you know what to expect when [you arrive / it happens / you start].“ Varianten: „Just a heads-up that...“

Vermeide „How are you?“ / „I hope you're well.“ als Einstieg in formellen oder halbformellen E-Mails — sie etablieren keinen Zweck. Spare die Wärme für den Schluss auf.

6Der Hauptteil — so liefert man 3 konkrete Details

Der schnellste Weg, Task 1 von CLB 7 auf CLB 9 zu heben, ist das Hinzufügen konkreter Angaben. Konkrete Angaben sind Substantive und Zahlen, die sich ein Bewerter vorstellen kann.

Regel: Jeder Hauptabsatz braucht mindestens eine konkrete Angabe. Ein Name („the cashier, Tom“), ein Datum („last Tuesday morning“), eine Zahl („the third call this week“), ein Ort („the corner of Main and 7th“) oder ein Zitat („she told me, 'It's not our problem'“).

Jeder Absatz beginnt mit einem Themensatz — einer einzelnen Zeile, die das Problem oder die Anfrage benennt. Erst der Themensatz, dann der Beleg. Das ist die Reihenfolge, die Bewerter erwarten.

Verwende am Anfang von Absatz 2 und 3 ein Übergangswort, damit die Struktur sichtbar wird. Gut: „In addition,“ / „On top of that,“ / „Another concern is“ / „Finally,“. Vermeiden: „And“ / „Also“ am Satzanfang in formellen E-Mails — das wirkt informell.

Vage: „The product was bad and didn't work.“ Konkret: „The kettle stopped heating after the second use, and the base now leaks water onto the counter.“ Die konkrete Version ist kaum länger, liest sich aber auf einem deutlich höheren Niveau.

Fällt dir im Moment kein konkretes Detail ein, erfinde ein glaubwürdiges. CELPIP Task 1 ist fiktiv — Bewerter überprüfen keine Fakten.

7Schluss und Abschlussformel — zum Ton passend

Der Schluss sollte die Frage „Was soll der Leser als Nächstes tun?“ beantworten und zum Ton der Einleitung passen.

Beschwerde: „I would appreciate a refund or replacement within 7 business days. Please confirm receipt of this email.“ / „Please let me know how you intend to resolve this.“

Anfrage: „I would be grateful for your help. Please let me know if any information is missing.“ / „Could you confirm whether this is possible by Friday?“

Entschuldigung: „Once again, I'm very sorry, and I'll make sure this doesn't happen again.“ / „Please let me know how I can make this right.“

Einladung: „Let me know by [Datum] whether you can make it. I really hope you can!“ / „I'd love to see you there.“

Anweisungen: „Let me know if anything is unclear.“ / „Text me when you arrive.“

Ein häufiger Fehler ist eine einwandfreie formelle Einleitung mit einem lässigen Schluss — „Sincerely, Sarah“ ohne jeglichen Schlusssatz. Füge immer einen Schlusssatz vor der Abschlussformel ein.

8Wortzahl-Disziplin: Warum 150–200 der optimale Bereich ist

CELPIP gibt „ungefähr 150–200 Wörter“ vor. Zu wenig oder zu viele kosten Punkte — aus unterschiedlichen Gründen.

Unter 150: Bewerter stufen die E-Mail als unterentwickelt ein. Wahrscheinlich wurde ein Teilauftrag übersprungen oder jeder Hauptpunkt nicht ausreichend ausgeführt. Aufgabenerfüllung und Inhalt/Kohärenz sinken beide.

Deutlich über 200: Die Bewerter sehen Füllstoff – wiederholte Gedanken, Floskeln oder einen vierten Punkt, nach dem niemand gefragt hat. Paragon veröffentlicht keine Obergrenze über dem empfohlenen Bereich, aber jeder zusätzliche Satz ist eine weitere Gelegenheit für einen Grammatikfehler, und die ziehen Vocabulary und Readability nach unten.

Ziel: deutlich innerhalb des Bereichs, mit ein paar Wörtern Abstand an beiden Enden. Die 8-Block-Vorlage bringt dich ohne Füllmaterial dorthin — die drei Beispiel-E-Mails unten haben zwischen 164 und 175 Wörtern.

Du musst nicht von Hand zählen: Der Bildschirm zeigt beim Tippen laufend die Wortzahl. Wirf nach jedem Absatz einen Blick darauf — etwa 35 Wörter nach der Einleitung, etwa 150 nach dem dritten Hauptabsatz — dann musst du in der letzten Minute nie kürzen.

Zu viele Wörter: zuerst Adjektive und Adverbien kürzen („very“, „really“, „quite“, „actually“), dann wiederholte Ideen streichen, dann zwei kurze Sätze zu einem zusammenfassen.

Zu wenige Wörter: einem Hauptabsatz ein konkretes Detail hinzufügen (ein Datum, einen Namen, ein Zitat) — niemals einen vierten Absatz hinzufügen.

9Grammatische Abwechslung, die die Bewertung hebt

Bewerter belohnen Abwechslung, keine Komplexität. Eine 165-Wörter-E-Mail mit drei verschiedenen Satzstrukturen und zwei Tempora bekommt mehr Punkte als derselbe Inhalt in 12 einfachen Sätzen.

Angestrebte Mischung in 13 Sätzen: 6 einfache, 4 zusammengesetzte (verbunden mit and/but/so), 3 komplexe (mit because, although, since, when, if). Ein Konditionalsatz („If this isn't resolved soon, I will need to...“) und ein Passivsatz („I was told that...“) signalisieren fortgeschrittene Grammatik, ohne übertrieben zu wirken.

Tempuskonsistenz ist wichtig. Vergangenheit für Ereignisse, die stattgefunden haben; Present Perfect für Ereignisse mit gegenwärtiger Relevanz („I have called twice already“); Zukunft für Erwartungen („I will follow up on Friday“). Unmotivierter Tempuswechsel schadet der Kohärenz.

Subjekt-Verb-Kongruenz ist die häufigste Fehlerquelle unter Prüfungsbedingungen. „The team have decided“ (britisch / kollektiv) vs. „The team has decided“ (amerikanisch) — eines wählen und konsistent bleiben. „Each of the items is“ (Singular), „The items are“ (Plural).

Artikel (a/an/the) werden sichtbar bewertet. Drei schnelle Regeln: „a/an“ beim ersten Erwähnen eines zählbaren Substantivs, „the“ beim zweiten Mal. „The“ vor einzigartigen Dingen („the manager“, „the front door“). Kein Artikel vor allgemeinen Pluralen („customers expect“, nicht „the customers expect“).

10Vokabular-Upgrades — schwache Verben durch starke ersetzen

Schwache, allgemeine Verben sind eines der schnellsten Anzeichen für eine E-Mail im mittleren Band. Ein paar davon durch präzise Verben zu ersetzen, ist die günstigste Verbesserung beim Vocabulary.

got → received, obtained, was given

Schwach: „I got the package.“ Stark: „I received the package.“ / „I was given the package.“

said → mentioned, explained, stated, claimed, replied

Wähle das Verb, das zur Sprechhandlung passt. „He explained that...“ trägt mehr Bedeutung als „he said that...“

make/do → carry out, complete, conduct, arrange, handle

„I will do the report“ → „I will complete the report.“ „We did a meeting“ → „We held a meeting.“

a lot of → a number of, several, numerous, plenty of

„There were a lot of mistakes“ → „There were several mistakes“ / „There were a number of mistakes.“

good/bad → satisfactory, acceptable, disappointing, unacceptable

„The service was bad“ → „The service was disappointing“ / „The service was unacceptable.“

very + Adjektiv → ein stärkeres Adjektiv

„very tired“ → „exhausted“. „very angry“ → „furious“. „very important“ → „crucial“. „very small“ → „tiny“. Ein präzises Wort schlägt zwei schwache.

Nicht übertreiben. Zwei bis drei Vokabular-Upgrades pro E-Mail sind die richtige Dosis. Zwölf Upgrades auf 165 Wörter wirkt wie ein Thesaurus, nicht wie eine natürliche Person.

11Sechs Bewertungsfallen, die CLB still senken

Dieselben sechs Fehler tauchen in Task-1-E-Mails immer wieder auf. Jeder lässt sich leicht vermeiden, sobald du weißt, worauf du achten musst.

Falle 1 — Einen Teilauftrag in der Aufgabe übersehen

Wenn die Aufgabe drei Punkte nennt, muss deine E-Mail alle drei behandeln. Ein fehlender Punkt drückt Task Fulfillment, egal wie stark der Rest der E-Mail ist. Notiere die Punkte vor dem Schreiben auf deinem Notizpapier und hake jeden einzeln ab.

Falle 2 — Falscher Ton für die Beziehung

„Hey John!! Please be advised that...“ vermischt freundliche Anrede mit förmlichem Textkörper. Einen Ton wählen und über alle 8 Blöcke dabei bleiben.

Falle 3 — Keine konkreten Details

„The product was bad. The service was bad. I want a refund.“ Der Bewerter kann sich nichts vorstellen. Mindestens eine konkrete Angabe (Name, Datum, Ort) pro Hauptabsatz einbauen.

Falle 4 — Ein einziger riesiger Absatz

Selbst bei hervorragendem Inhalt schadet ein einziger Textblock der Readability, weil der Bewerter deine Struktur nicht sieht. Immer: Anrede, Einleitungsabsatz (1–2 Sätze), 3 Hauptabsätze, Schlusssatz, Grußformel. Sichtbare Struktur bringt Punkte.

Falle 5 — Die Aufgabe wörtlich wiederholen

Nicht die Aufgabe zitieren: „Your friend Maria is moving and you want to ask her about the new job.“ Bewerter ziehen dafür Punkte ab. Umformulieren und dann eigenen Kontext hinzufügen.

Falle 6 — Fehlender Schlusssatz

Direkt vom letzten Hauptabsatz zu „Sincerely, Sarah“ zu springen wirkt unfertig. Immer einen Schlusssatz einbauen, der angibt, was du als Nächstes erwartest.

12Beispiel A — Beschwerde-E-Mail (165 Wörter)

Aufgabe: Du hast letzte Woche einen Wasserkocher in einem Online-Shop gekauft, der beim zweiten Benutzen kaputt gegangen ist. Schreibe an den Kundendienst, um (1) das Problem zu schildern, (2) zu erklären, warum es ein Problem darstellt, und (3) eine Lösung zu fordern.

Dear Customer Service Team, I am writing to express my dissatisfaction with a kettle I purchased from your online store on April 14th (Order #58213). The kettle stopped heating during its second use, just six days after delivery. The base now leaks a small amount of water onto the counter every time I plug it in, which I consider a safety concern. I have stopped using it and kept the original box and receipt. In addition, this is the second appliance I have had to return from your store this year. The previous order, a toaster, was replaced quickly, but I had hoped not to repeat the experience so soon. Finally, I rely on a working kettle every morning, and the one I bought is now unusable after less than a week. I would appreciate either a full refund to my original payment method or a replacement unit shipped this week. Please confirm by Friday how you intend to resolve this issue. Sincerely, Sarah Khan

Hinweise: 165 Wörter, 8-Block-Struktur erkennbar, drei konkrete Angaben (Datum, Bestellnummer, genanntes Gerät), durchgehend formeller Ton, Schluss entspricht dem Zweck der Beschwerde-Einleitung, Abschlussformel mit vollständigem Namen (formell).

13Beispiel B — Anfrage-E-Mail (175 Wörter)

Aufgabe: Du benötigst ein Empfehlungsschreiben von einem früheren Vorgesetzten für eine Bewerbung. Schreibe ihm/ihr. Erwähne (1) was du brauchst, (2) bis wann du es brauchst, und (3) alle Details, die beim Verfassen helfen.

Hello Mr. Patel, I hope you've been well. I'm writing to ask whether you would be willing to write a reference letter for me for a job I'm applying to next week. The role is a Senior Operations Coordinator position at GreenLeaf Logistics, and the deadline for application is Wednesday, May 6th. The hiring team has asked for one professional reference from my most recent manager, which is why I'm reaching out to you. We worked together for almost three years, so you know my work better than anyone. If it would help, I can send you the job description and a short summary of the projects we worked on together — particularly the Q3 inventory rollout and the new vendor onboarding process — so you don't have to recall the details from memory. I know your schedule is busy, so please let me know by this Friday whether you're able to take this on. If not, I completely understand and will look for another option. Thank you very much for considering it. Best regards, Lin Chen

Hinweise: 175 Wörter, halbformeller Ton (Vorname, höfliche Abschwächung), konkrete Angaben umfassen Berufsbezeichnung, Unternehmen, Frist, zwei Projektnamen; der Schluss bietet einen Ausweg an ("if not, I completely understand"), was Bewerter als fortgeschrittene Höflichkeit werten.

14Beispiel C — Entschuldigungs-/Erklärungsmail (164 Wörter)

Aufgabe: Du hast das Geburtstagsdinner eines Freundes verpasst, ohne Bescheid zu geben. Schreibe ihm/ihr, um (1) dich zu entschuldigen, (2) zu erklären, was passiert ist, (3) vorzuschlagen, wie du es wiedergutmachen kannst.

Hi Mark, I'm so sorry for missing your birthday dinner on Saturday — and even more sorry for not letting you know I couldn't make it. What happened was that my mom had a fall on Saturday afternoon and I drove her to the hospital. By the time the doctor sent us home, it was almost midnight and my phone had died in the car. She's okay now, just bruised, but I should have asked someone to message you from a different phone. I only saw your texts the next morning, and I felt awful reading them. I know that doesn't undo missing your night, and I feel terrible about it. To make it up to you, I'd love to take you out for dinner this Saturday at that ramen place on College Street you've been wanting to try — my treat. Let me know if Saturday works, or pick any night that suits you better. Sorry again, Mark. You deserved better from me. Thanks, Dan

Hinweise: 164 Wörter, freundlicher Ton (Kontraktionen, kurze Sätze, genanntes Restaurant), aufrichtige Entschuldigung vor der Erklärung, Wiedergutmachungsvorschlag ist konkret und spezifisch, Schluss wiederholt die Entschuldigung auf natürliche Weise.

15Die 60-Sekunden-Selbstprüfung

Führe diese 6-Punkte-Prüfung nach dem Schreiben zweimal durch. Sechzig Sekunden pro Durchgang reichen, um die meisten punktekillenden Fehler zu finden.

Habe ich jeden Stichpunkt der Aufgabe abgedeckt? (Aufgabe nochmal lesen und jeden Punkt gegen meine E-Mail abhaken.)
Ist mein Ton von der Anrede bis zur Abschlussformel konsistent? Kein Formell-Freundlich-Mix.
Hat jeder Hauptabsatz mindestens eine konkrete Angabe (Name, Datum, Zahl, Ort, Zitat)?
Ist meine Struktur erkennbar? Anrede + Einleitung + 3 Hauptabsätze + Schlusssatz + Abschlussformel — mindestens fünf Absatzumbrüche.
Subjekt-Verb-Kongruenz, Artikel (a/an/the) und Tempuskonsistenz — jeweils einmal prüfen.
Wortzahl zwischen 150 und 200? Zuerst Adverbien kürzen, wenn zu viel; konkrete Angabe hinzufügen, wenn zu wenig.

Versuche in den letzten 5 Minuten keine Sätze umzuschreiben. Du produzierst neue Fehler schneller, als du alte behebst. Korrigiere nur, was eindeutig falsch ist.

16Task 1 unter echten Zeitbedingungen üben — kostenlos

Eine Vorlage zu lesen ist etwas anderes, als sie in 27 Minuten umzusetzen. Mit einer kurzen Routine wird die Struktur dieser Seite zur Gewohnheit.

Schreib zwei Wochen lang jeden zweiten Tag eine E-Mail, immer mit 27-Minuten-Timer und ohne Wörterbuch.
Mach danach jeweils den 60-Sekunden-Check aus Abschnitt 15 und schreib die E-Mail einmal neu — korrigiere nur, was der Check gefunden hat.
Wechsle die Aufgabentypen ab — Beschwerde, Anfrage, Entschuldigung, Einladung, Anleitung —, damit dich am Prüfungstag kein Ton überrascht.
Schreib einmal pro Woche Writing innerhalb eines vollständigen Probetests: Am Prüfungstag kommt es nach Listening und Reading, wenn du schon müde bist.

Die vollständige Prüfung mit allen vier Fertigkeiten in offizieller Reihenfolge und Zeit, mit Writing Task 1 auf der 27-Minuten-Uhr. Bei jedem Versuch andere Fragen.

Task 1 und Task 2 einzeln, mit echten Aufgaben, Beispielantworten auf CLB 7, 9 und 11 und KI-Feedback zu deinem eigenen Text.

KI-Bänder auf FlexiLingo sind Schätzungen zur Orientierung beim Üben. Für die Einwanderung zählt nur ein offizielles CELPIP-Ergebnis.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich eine Betreffzeile schreiben?

Nein. CELPIP Task 1 beginnt mit der Anrede und endet mit der Abschlussformel. Eine Betreffzeile ist optional und wird von den meisten Prüfungsteilnehmern weggelassen. Nutze die Zeit lieber, um einem Hauptabsatz eine konkrete Angabe hinzuzufügen.

Darf ich Kontraktionen (I'm, don't, can't) in formellen E-Mails verwenden?

In vollständig formellen E-Mails ("Dear Mr. Davies") vermeiden. In halbformellen ("Hello Sarah") sind sie in Ordnung, in freundlichen ("Hi Mark") werden sie erwartet. Fehl am Platz eingesetzte Kontraktionen verraten einen falschen Ton — Bewerter bemerken das.

Was, wenn ich 200 Wörter überschreite?

Die Anweisung verlangt etwa 150-200 Wörter, und der Zähler auf dem Bildschirm zeigt Ihren Stand. Paragon veröffentlicht keine Abzugstabelle fürs Überschreiten, und ein paar Wörter über 200 schaden nicht, wenn jedes seinen Platz verdient. Das Risiko wächst mit der Länge: Füllstoff und angesammelte Grammatikfehler kosten mehr, als die zusätzlichen Wörter bringen. Streichen Sie zuerst Adjektive, Adverbien und Wiederholungen.

Sollte ich vollständige Vorlagensätze auswendig lernen?

Lerne das 8-Block-Grundgerüst und die 5 Einleitungsmuster auswendig. Ganze Hauptabsätze nicht auswendig lernen — Bewerter erkennen vorgefertigte Phrasen und ziehen dafür Punkte ab. Deine konkreten Angaben müssen aus der Aufgabe kommen, nicht aus einem auswendig gelernten Text.

Wie übe ich Task 1 ohne eine Lehrkraft?

Schreibe zwei Wochen lang alle zwei Tage eine Task-1-E-Mail unter Zeitdruck (27 Minuten, kein Wörterbuch). Verwende Aufgaben aus offiziellen CELPIP-Übungstests oder Beispielaufgaben aus dem Internet. Führe danach die 60-Sekunden-Selbstprüfung durch und schreibe die E-Mail ein zweites Mal neu, wobei du nur die gefundenen Fehler behebst. Das Umschreiben ist der eigentliche Lernmoment.

Schadet es meiner Bewertung, wenn ich dieselbe Vorlage für jede Aufgabe verwende?

Nein — Bewerter achten darauf, ob die E-Mail für die Aufgabe funktioniert, nicht darauf, ob eine Vorlage verwendet wurde. Die 8-Block-Struktur ist ein Grundgerüst, kein Skript. Dein Inhalt füllt es jedes Mal anders, sodass jede E-Mail frisch wirkt.

Wie lange dauert CELPIP Writing Task 1?

Für Task 1 hast du 27 Minuten und sollst etwa 150–200 Wörter schreiben. Task 2, die Antwort auf eine Umfrage, wird separat mit 26 Minuten gemessen. Eine praktische Aufteilung für Task 1: 3 Minuten lesen, 3 planen, 16 schreiben und 5 prüfen — Abschnitt 2 erklärt jeden Schritt.

Was ist der Unterschied zwischen CELPIP Writing Task 1 und Task 2?

Task 1 ist eine E-Mail an eine bestimmte Person zu einer praktischen Situation — Ton und die Abdeckung jedes Punktes zählen am meisten. Task 2 ist eine Umfrageantwort: Du wählst eine von zwei Optionen und begründest sie in etwa 150–200 Wörtern in 26 Minuten. Die E-Mail-Vorlage auf dieser Seite gilt nur für Task 1 — Task 2 braucht stattdessen eine Meinungsstruktur.

29. April 2026
FL
FlexiLingo Team
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