Schriftlicher Ausdruck · Aufgabe 3120 bis 180 WörterNiveau B2

Videospiele: Nutzen oder Gefahr?

Die Aufgabe

120 bis 180 Wörter

Vous avez lu deux documents qui présentent des points de vue opposés sur les jeux vidéo : le premier souligne leurs effets positifs sur le cerveau, le second met en avant leurs dangers pour les enfants. Rédigez un texte de 120 à 180 mots dans lequel vous confrontez ces deux positions, puis vous donnez votre propre opinion sur la question, en la justifiant.

Document 1 — Les bienfaits cognitifs des jeux vidéo

Plusieurs recherches scientifiques indiquent que la pratique des jeux vidéo peut stimuler certaines régions du cerveau chez l'adulte. Jouer régulièrement contribuerait ainsi à renforcer la capacité d'analyse, la prise de décision rapide et les réflexes. Cette découverte est plutôt encourageante, car les statistiques montrent que la grande majorité des joueurs, soit environ 83 %, sont des personnes adultes et non des enfants. Les jeux vidéo pourraient donc représenter un outil intéressant pour entraîner certaines fonctions cognitives, à condition d'être pratiqués avec modération et par un public averti.

Document 2 — Les risques pour les enfants

D'autres études, en revanche, mettent en garde contre un usage excessif des jeux vidéo chez les plus jeunes. Une enquête menée pendant trois ans auprès d'enfants et d'adolescents âgés de 8 à 17 ans a révélé que ceux qui passent beaucoup de temps devant les écrans deviennent souvent plus agressifs, plus tendus et plus anxieux que les autres. Leurs résultats scolaires seraient également moins bons. Ces conclusions incitent les spécialistes à recommander aux parents de surveiller de près le temps que leurs enfants consacrent à ce loisir.

TCF Canada — expression écrite — tâche 3

Übersetzung der Aufgabenstellung

Sie haben zwei Dokumente gelesen, die entgegengesetzte Standpunkte zu Videospielen darstellen: Das erste hebt ihre positiven Auswirkungen auf das Gehirn hervor, das zweite betont die Gefahren für Kinder. Verfassen Sie einen Text von 120 bis 180 Wörtern, in dem Sie diese beiden Positionen einander gegenüberstellen und anschließend Ihre eigene, begründete Meinung zu diesem Thema darlegen. Dokument 1 — Die kognitiven Vorteile von Videospielen Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Spielen von Videospielen bestimmte Gehirnregionen bei Erwachsenen stimulieren kann. Regelmäßiges Spielen würde demnach dazu beitragen, die Analysefähigkeit, schnelle Entscheidungsfindung und die Reflexe zu stärken. Diese Entdeckung ist eher ermutigend, denn Statistiken zeigen, dass die große Mehrheit der Spieler, etwa 83 %, Erwachsene und keine Kinder sind. Videospiele könnten somit ein interessantes Werkzeug darstellen, um bestimmte kognitive Funktionen zu trainieren, vorausgesetzt sie werden maßvoll und von einem informierten Publikum genutzt. Dokument 2 — Die Risiken für Kinder Andere Studien warnen hingegen vor einer übermäßigen Nutzung von Videospielen bei jüngeren Menschen. Eine über drei Jahre durchgeführte Untersuchung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren ergab, dass diejenigen, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, oft aggressiver, angespannter und ängstlicher werden als andere. Auch ihre schulischen Leistungen seien schlechter. Diese Ergebnisse veranlassen Fachleute dazu, den Eltern zu empfehlen, die Zeit, die ihre Kinder mit dieser Freizeitbeschäftigung verbringen, genau zu überwachen.

So bauen Sie Ihre Antwort auf

  1. Das Thema Videospiele in einem Satz einführen, um die Debatte zu situieren

  2. Den positiven Standpunkt darstellen: kognitiver Nutzen und Profil der erwachsenen Spieler

  3. Den negativen Standpunkt darstellen: Ergebnisse der Studie zu Kindern (Aggressivität, Stress, schulisches Scheitern)

  4. Eine differenzierte persönliche Meinung äußern, die das Alter des Spielers mit den beobachteten Auswirkungen in Verbindung bringt

  5. Mit einer konkreten Empfehlung abschließen, zum Beispiel zur Rolle der Eltern, und dabei eine Wendung wie 'à mon avis' nutzen

Musterantwort

etwa 172 Wörter

Les jeux vidéo divisent l'opinion. D'une part, des recherches montrent qu'ils peuvent stimuler certaines zones du cerveau liées à l'analyse, à la prise de décision et à la rapidité de réaction. Ce résultat est rassurant, puisque la grande majorité des joueurs, environ 83 %, sont des adultes. D'autre part, une étude menée durant trois ans auprès de jeunes de 8 à 17 ans révèle des effets bien plus inquiétants : les enfants qui jouent beaucoup deviennent plus agressifs, plus nerveux, et obtiennent de moins bons résultats scolaires que les autres.

À mon avis, ces deux positions ne s'opposent pas réellement : tout dépend de l'âge du joueur et de la modération dont il fait preuve. Un adulte responsable peut sans doute tirer profit des jeux vidéo, alors qu'un enfant, dont le cerveau est encore en formation, risque davantage d'en subir les effets négatifs. Je pense donc que les parents devraient surveiller le temps de jeu de leurs enfants et privilégier des jeux adaptés à leur âge, afin de profiter des bienfaits de cette activité sans en subir les inconvénients.

Übersetzung anzeigen

Videospiele spalten die Meinungen. Einerseits zeigen Untersuchungen, dass sie bestimmte Gehirnbereiche stimulieren können, die mit Analyse, Entscheidungsfindung und Reaktionsschnelligkeit zusammenhängen. Dieses Ergebnis ist beruhigend, da die große Mehrheit der Spieler, etwa 83 %, Erwachsene sind. Andererseits offenbart eine über drei Jahre bei Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren durchgeführte Studie deutlich beunruhigendere Auswirkungen: Kinder, die viel spielen, werden aggressiver, nervöser und erzielen schlechtere schulische Leistungen als andere.

Meiner Meinung nach stehen sich diese beiden Positionen nicht wirklich entgegen: Alles hängt vom Alter des Spielers und von der Mäßigung ab, die er an den Tag legt. Ein verantwortungsbewusster Erwachsener kann zweifellos von Videospielen profitieren, während ein Kind, dessen Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet, eher Gefahr läuft, die negativen Auswirkungen zu erleiden. Ich denke daher, dass Eltern die Spielzeit ihrer Kinder überwachen und altersgerechte Spiele bevorzugen sollten, um von den Vorteilen dieser Aktivität zu profitieren, ohne deren Nachteile zu erleiden.

Wichtiger Wortschatz

Wort oder AusdruckBedeutung
stimuler une zone du cerveaueine Gehirnregion durch eine Übung aktivieren oder entwickeln
capacité d'analysedie Fähigkeit, eine Situation zu untersuchen und ihre Elemente zu verstehen
prise de décisiondas Treffen einer Entscheidung zwischen mehreren Optionen
réflexesschnelle, automatische Reaktionen auf eine Situation
usage excessifeine zu intensive oder zu lange Nutzung von etwas
être en formation (le cerveau)sich noch in der Entwicklung befinden, noch nicht ausgereift sein
nuisibleschädlich, mit negativer Wirkung
encadrement parentalBeaufsichtigung und Begleitung der Kinder durch die Eltern
résultats scolairesNoten und schulische Leistungen
avec modérationmaßvoll, ohne Übertreibung

Häufige Fehler

  • Man verwechselt die Angleichung: 'les jeux vidéos' statt 'les jeux vidéo' geschrieben - im üblichen Sprachgebrauch bleibt 'vidéo' unveränderlich.

    Falschles jeux vidéos

    Richtigles jeux vidéo

  • 'D'une part... d'autre part' wird oft wörtlich aus dem Arabischen oder Englischen übersetzt, was zu ungeschickten Wendungen führt.

    Falschd'un côté... et de l'autre côté que

    Richtigd'une part... d'autre part

  • Im Meinungsabschnitt bleibt man rein beschreibend und vergisst, den eigenen Standpunkt mit einem persönlichen Argument zu begründen.

  • Prozentangaben werden falsch verwendet: man sagt '83% de joueurs' statt '83 % des joueurs' mit korrektem Leerzeichen und Präposition.

    Falsch83% de joueurs

    Richtig83 % des joueurs

  • Man verwechselt 'moins bon' und 'pire': durch Lehnübersetzung aus einer anderen Sprache entsteht 'plus pire', was doppelt und falsch ist.

    Falschplus pire

    Richtigpire

  • Man wiederholt ständig 'jeux vidéo', statt Synonyme wie 'cette activité', 'ce loisir numérique' oder 'les écrans' zu verwenden.

Die Grammatik, die diese Aufgabe verlangt

Konjunktiv/Konditional zur Abschwächung von Aussagen (würde, könnte, sollte)

Bei der Gegenüberstellung wissenschaftlicher Ergebnisse und bei der persönlichen Meinung muss man Vorsicht und Nuancen ausdrücken, statt absolute Behauptungen aufzustellen

  • Jouer régulièrement contribuerait ainsi à renforcer la capacité d'analyse
  • Leurs résultats scolaires seraient également moins bons
  • Un adulte responsable peut sans doute tirer profit des jeux vidéo

Gegenüberstellungskonnektoren (d'une part... d'autre part, en revanche, alors que)

Die Aufgabe verlangt ausdrücklich die Konfrontation zweier gegensätzlicher Standpunkte, daher sind präzise Konnektoren unverzichtbar

  • D'une part, des recherches montrent qu'ils peuvent stimuler certaines zones du cerveau
  • D'autre part, une étude menée durant trois ans auprès de jeunes de 8 à 17 ans révèle des effets bien plus inquiétants
  • Un adulte responsable peut sans doute tirer profit des jeux vidéo, alors qu'un enfant... risque davantage d'en subir les effets négatifs

Vergleichsformen (plus... que, moins bon que, meilleur)

Man muss die beiden untersuchten Gruppen (Erwachsene/Kinder) miteinander vergleichen können, ohne in Kalkierungsfehler aus anderen Sprachen zu verfallen

  • les enfants qui jouent beaucoup deviennent plus agressifs, plus nerveux
  • obtiennent de moins bons résultats scolaires que les autres

Wendungen zum Wiederverwenden

WendungWann verwenden
D'une part... d'autre partUm die zwei gegensätzlichen Standpunkte der beiden Dokumente klar einzuführen und gegenüberzustellen
Ce résultat est rassurant, puisque...Um einen Fakt zu kommentieren und einen logischen Grund dafür anzugeben
À mon avis, ces deux positions ne s'opposent pas réellementUm im Meinungsteil eine differenzierte, vermittelnde Position einzuleiten
Tout dépend de...Um eine nuancierte Antwort zu geben, die von einer bestimmten Bedingung oder einem Faktor abhängt
Je pense donc que... afin de...Um am Ende eine persönliche Empfehlung mit einer klaren Zielangabe zu formulieren
Selon une étude menée auprès de...Um sich auf eine wissenschaftliche Studie oder Umfrage als Quelle zu beziehen
Plusieurs recherches indiquent que...Um allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse einzuführen, ohne eine einzelne Quelle zu nennen
Ces conclusions incitent les spécialistes à recommander...Um von Forschungsergebnissen zu einer konkreten Empfehlung überzugehen
En revanche,Um einen starken Gegensatz zwischen zwei Aussagen oder Studien zu markieren
à condition d'être pratiqué avec modérationUm eine Einschränkung oder Bedingung an eine positive Aussage zu knüpfen

Ideensammlung

PositionArgumentBeispiel
pourVideospiele trainieren kognitive Fähigkeiten wie Reaktionsschnelligkeit und EntscheidungsfindungEin Erwachsener, der Strategiespiele spielt, verbessert seine Fähigkeit, schnell komplexe Situationen zu analysieren
contreÜbermäßiger Bildschirmkonsum bei Kindern führt zu Aggressivität und schlechteren SchulleistungenEin Kind, das täglich mehrere Stunden spielt, hat weniger Zeit für Hausaufgaben und wird gereizter
nuanceDie Wirkung hängt stark vom Alter des Spielers und vom Maß der Nutzung ab, nicht vom Medium selbstDasselbe Spiel kann für einen Erwachsenen harmlos sein, während es bei einem Kind mit unreifem Gehirn negative Folgen hat
nuanceElterliche Begleitung und die Wahl altersgerechter Spiele können die Risiken deutlich verringernEltern, die Bildschirmzeit begrenzen und Spiele nach Altersfreigabe auswählen, schützen ihre Kinder besser

Worauf die Prüfer achten

Der Prüfer erwartet eine klare Struktur, die beide Standpunkte deutlich voneinander trennt, bevor die persönliche Meinung folgt. Wichtig ist der Einsatz von Gegenüberstellungskonnektoren wie 'd'une part... d'autre part' sowie eine differenzierte, gut begründete eigene Position statt einer bloßen Wiederholung der Dokumente. Der Wortschatz zum Thema (kognitive Fähigkeiten, Bildschirmzeit, elterliche Aufsicht) sollte präzise und abwechslungsreich verwendet werden. Schließlich wird auf die Einhaltung der Wortzahl (120–180 Wörter) und auf eine kohärente, logisch aufgebaute Schlussfolgerung geachtet.